Pflegetipps für (Notebook-) Akkus
Zurzeit finden Lithium-Ionen (Li-Ion), Nickel-Cadmium (NiCd) und Nickel-Metallhydrit (NiMH) Akkus
Verwendung in unseren angebotenen Geräten. Dabei ist der Li-Ionen Akku der verbreitetste Akku,
weil er die höchste Energiedichte, geringe Selbstentladung und keinen Memory-Effekt aufweist. Als
Memory-Effekt bezeichnet man das schleichende Vergessen der Kapazität, welche nicht aus dem
Akku entnommen wird. Somit kann der Li-Ionen Akku jederzeit wieder aufgeladen werden, ohne das
der Akku vorher vollkommen entladen werden müsste.
Allerdings hat ein Li-Ionen Akku auch keine unbegrenzte Lebensdauer. Es lagern sich mit der Zeit
Lithiumverbindungen auf der negativen Elektrode ab, dadurch haben die Li-Ionen Akkus nach dem
Aufladen nicht mehr die volle Leistung.
Schutz vor Hitze und Kälte
Ein Nachteil der Li-Ionen Akkus ist die Empfindlichkeit gegenüber extremer Temperatur. So sinkt bei
niedriger Temperatur die verfügbare Kapazität. D.h. ein elektronisch betriebenes Gerät mit einem Li-
Ionen Akku hat bei niedriger Temperatur eine verkürzte Betriebszeit. Bei starker Hitze altert der Akku
schneller, da eine um 10 Grad höhere Temperatur einen doppelt so schnellen Ablauf seiner elektro-
chemischen Prozesse bewirkt. Die dabei entstehenden Gase entweichen zwar durch ein
Überdruckventil, doch die Leistungsfähigkeit nimmt auf die Dauer ab – bis zum Akkutod.
Umgekehrt hemmen besonders niedrige Temperaturen die chemischen Vorgänge, wodurch der Akku
nicht seine volle Leistung entfalten oder sogar zusammenbrechen kann. Verpassen Sie Ihrem
Notebook also nie einen Thermoschock, indem Sie es im Sommer der prallen Sonne oder im Winter
lange Zeit ungeschützt im Auto liegen lassen.
W-LAN und Bluetooth ausschalten
Wenn Sie W-LAN oder Bluetooth gerade nicht benötigen, schalten Sie die beiden Funker ab. Sie
verbrauchen so viel Strom, dass sie nur wirklich dann aktiv sein sollten, wenn Sie Daten empfangen
oder übertragen.
Display dimmen
Die Hintergrundbeleuchtung des Notebook-Displays verschlingt einen nicht unbeträchtlichen Teil der
Akkuladung. Je dunkler Sie das TFT einstellen, desto niedriger ist sein Energiebedarf.
Einige Tipps zur richtigen Akkupflege:
• Li-Ionen Akkus sollten vor dem ersten Gebrauch vollständig aufgeladen werden
• Jeder Akku hat eine begrenzte Anzahl von Ladezyklen. Deshalb sollte ein Akku erst
aufgeladen werden, wenn er fast entladen ist.
• Li-Ionen Akkus sollten nicht unter Ihre Nennspannung entladen werden. Dieses könnte zur
Beschädigung oder Zerstörung des Akkus führen. Aber alle im Handel erhältlichen
technischen Geräte sollten sich vor einer Tiefentladung selbständig ausschalten.
• Ebenso kann ein häufiges Überladen den Li-Ionen Akku schädigen.
• Ein Aufladen des Li-Ionen Akkus sollte immer bei Zimmertemperatur erfolgen. Ein Laden des
Akkus bei sehr niedrigen und sehr hohen Temperaturen kann zu einer Schädigung des Akkus
führen.
• Während der ersten 3-5 Ladevorgängen sollten Sie darauf achten, die Akkuleistung bis zur
Warnmeldung des Systems und auch darüber hinaus aufzubrauchen. Danach den Akku
wieder volladen und den Vorgang (bei abgezogenem Ladekabel) wiederholen.
• Arbeiten Sie nach Möglichkeit nicht mit eingelegtem Akku und angeschlossenem Stromkabel.
Hierbei wird der Akku seine angedachte Funktion nicht ausüben können und wird ständig
geladen.
• Li-Ionen Akkus sollten immer kühl, trocken und in geladenem Zustand gelagert werden.
Eingepackt in Folie und abgelegt in den Kühlschrank (Gemüsefach), hält sich ein Akku,
der längere Zeit nicht gebraucht werden soll, richtig frisch!
• Ein nicht genutzter aber zuvor geladener Li-Ionen Akku sollte spätestens nach 12 Monaten
wieder geladen werden, um eine dauerhafte Schädigung zu vermeiden.
• Ein Akku gehört nicht in den Hausmüll. Eine Entsorgung sollte umweltgerecht erfolgen, z.B. in
Sammelstellen, die von speziellen Recycling- und Entsorgungsunternehmen eingerichtet sind,
abgegeben werden.